Grundbuchauszug

Briefaußenseite, 1883Portopfl. Dienst-Sache

Poststempel: Artern, 28.7.1883

An
den Tischler Herrn Friedrich Otto L.
in
Nausitz
bei Gehofen
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Papierverschwendung

Werbeschreiben der Volkswohlfahrt, 1938Lieber Volksgenosse !

Ich möchte hiermit die ganz persönliche Bitte an Sie richten, der N.S.-Volkswohlfahrt als Mitglied beizutreten and damit Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit am sozialen Aufbau unseres Volkes unter Beweis zu stellen. Gewaltiges hat die N.S.-Volkswohlfahrt bereits geleistet, und auch Sie haben in all‘ den vergangenen Winterhalbjahren durch Ihre Opferleistungen zum Winterhilfswerk dazu beigetragen,von Millionen deutschen Brüdern und Schwestern die Not fernzuhalten, in welche Sie ohne eigenes Verschulden durch die falsche Politik der Systemzeit geraten waren. Aber die Opferleistungen im WHW. genügen nicht, um die großen Aufgaben zu erfüllen, die der N.S.-Volkswohlfahrt vom Führer gestellt sind.Die Wohlfahrt eines Volkes ist nicht schon gewährleistet, wenn es viel Geld Verdient, sondern erst dann, wenn die Menschen kräftig, gesund, lebens- und schaffensfroh sind. Diese wahre Volkswohlfahrt kann aber nur geschaffen werden, wenn das ganze deutsche Volk in einträchtiger Gemeinschaft an ihr mitarbeitet.
Lieber Volksgenösse! Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sie anderer Auffassung sind und meinen, daß Sie das Schicksal andererVolksgenossen nicht anginge, wenn Sie nur selbst Ihr Auskommen haben.
Darum legen Sie dieses Schreiben nicht unerledigt beiseite! Überlegen Sie, daß mit diesem Schreiben nicht ich, sondern die ganze Nation Sie aufruft, sich einzureihen in die Front der Sozialisten der Tat! Denken Sie an die Not im erlösten Österreich! Fragen Sie Ihr eigenes deutsches Gewissen was Sie tun sollen! Es wird Ihnen antworten:
Werde Mitglied der N.S.-Volkswohlfahrt!

Senden Sie bitte anliegenden Aufnahmeschein unterschriebcn im anliegenden Freiumschlag sogleich zurück.

Die Menschen hungern und hungern

Briefumschlag, 1947

Bottorf, den 23.4.47

Lieber Fritz!

lange haben Sie nichts von uns gehört. Heute wollen wir aber doch einige Zeilen an Sie richten. Vor allen Dingen haben Sie recht herzlichen Dank für Ihre lieben Briefe, die zwar auch selten eintreffen, aber von uns stets mt Freude und Interesse aufgenommen werden. Immer schon wollten wir Ihnen einmal antworten, aber Sie wissen ja selbst, wie es bei uns hier zugeht. Stets viel Arbeit und abends stellt sich prompt die Müdigkeit ein und dann unterbleibt das Schreiben meist. Also, es ist bestimmt kein böser Wille. Gedacht und gesprochen haben wir schon öfter von Ihnen. Es ist nun schon wieder ein gutes Jahr her seitdem Sie uns verliessen um zu Ihrer Familie zurück zukehren. Wie es Ihnen im allgemeinen ergangen ist haben Sie uns ja immer in Ihren netten Briefen geschildert und wir freuen uns, dass es Ihnen allen gut geht. Bei uns hier hat sich im Grossen und Ganzen nichts wesentlich verändert, es geht hier alles noch seinen üblichen Gang, den Sie ja auch kennen.Weiterlesen

Kündigen? Aber nicht doch.

Briefumschlag, 1937Wir erhielten Jhr Schreiben vom 26.4.Die zum 1.6.ausgesprochene Kündigung ist nicht mehr möglich. Wie Sie Jhrem Versicherungsschein entnehmen können, muß die Versicherung spätestens drei Monate vor Ablauf gekündigt werden.Weiterlesen

Unschuldiges Sternlein vom Himmel

Briefumschlag, 1932

Malkwitz d. 1.12.1931

Werte Frau L.

Durch den Unermessenen Schmerz den Sie durch das Hinnscheiden Ihrer guten Tochter Irmchen leiden, spreche Ihnen mein tiefstes Herzeleid aus.

Liebe Frau L. heute erhielt ich aus dem Krankenhaus von Frl. Rosel B. ein Brief mit der traurigen Nachricht, das unser liebes Irmchen für immer eingeschlafen ist. Gott ich kann das garnicht fassen das ich Irmchen nicht wiedersehen kann. Weihnachten wollte ich Irmchen noch ein schönes Andenken schicken, nun kann ich mir es behalten und Irmchen sehe ich nicht wieder.Weiterlesen

Mieter. Und kein Platz.

Antrag auf Zurücknahme einer Zimmerbeschlagnahme, 1954Nausitz, den 20.4.1954

An den Rat des Kreises Artern
Abt. Wohnungskommission
Betr: Wohnungsräumung

Laut Beschluß der Wohnungskommission sind bei mir im Hause 2 Zimmer beschlagnahmt, die ich bis zum 8.5.54 räumen sollte, andernfalls die Räumung zwangsweise am 10.5.54, 10:00 Uhr durchgeführt werden soll.

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Mieter. Und Wanzen.

Brief an RA Loeper, 1955, Seite 1

Gehofen, den 25. April 1955

Herrn
Rechtsanwalt L o e p e r
A r t e r n/Unstrut
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            Unserem Hause sind am 1.12.49 von der hiesigen Gemeinde zwei Personen als Mieter zugewiesen worden; und zwar die Frl. Adelheid J. und Lucie J.
            Dieses Mietverhältnis gestaltet sich seit Jahren immer schwieriger, sodaß wir nunmehr bitten, Räumungsklage zu erheben.
            Der erste Zusammenstoß erfolgte im Frühjahr 1950 als die Mieter J. vom Betriebsvorarbeiter aufmerksam gemacht wurden an diesem Tage keine Wäsche auf dem Ziegeleihof zu trocknen, da Kohlen zur Abladung kommen sollten. Das Resultat war, daß, meine Familie mit den wüsteten Beschimpfungen bedacht wurden.Weiterlesen

Im Westen nichts Neues

Feldpostbrief 1940 (vorne)

Im Westen d. 8.3.40

Lieber Onkel & Tante!

Ihr werdet gewiss staunen, auch wieder mal etwas von mir zuhören. Es sind nun schon viele Jahre vergangen. Weiterlesen

Es hat mir so leid gethan

Briefumschlag, 1932

Wiederitzsch, den 27.11.32

Liebe Schwester und Schwager!

Zunächst unser herzliches Beileid zu dem schweren Verlust der Euch betroffen hat. Ich kann es noch gar nicht fassen, daß die Irmgard nicht mehr da sein sollte. Wie ist denn das bloß gekommen das es so schnell gegangen ist. Ich habe in letzter Zeit viel an das Mädchen gedacht und hatte mir mir so schöne Pläne für sie ausgelegt wenn sie wieder gesund würde und daß soll alles umsonst sein. Ich bin seid Sonnabend ganz kopflos. Da ich kein Mädchen selber habe, hatte ich die Irmgard ein bischen ins Herz geschlossen drum will mir das gar nicht in Sinn das daß alles umsonst war.Weiterlesen