Otto ist wieder heim

Aus der PRAWDA vom 19. Juli 1957:

Otto Grotewohl, Chef der DDR, flog gestern wieder heim. Alle seine Freunde brachten ihn und seine Mitreisenden zum Flughafen in Moskau. Dort schüttelte Otto noch alle Hände, äußerte sich dankend über die super Gastfreundschaft der Russen und aller anderen, lobte die Bedeutung der Rolle und die Rolle der Bedeutung, und sah dann zu, dass er wegkam. (Kurzfassung)
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Kugelwitze (keine Ecken zum Lachen).

Ein Schreinerlehrling quält sich mit einem schwerbeladenen Handwagen die Bergstraße hinauf. Das sieht ein feiner, alter Herr und hilft dem Jungen im Schweiße seines Angesichts den Karren hinaufschieben. Als beide sehr erschöpft oben ankommen, meint der gute Herr: „Sag mal, mein Junge, wie kann auch Dein Meister Dich mit einem so schwerbeladenen Wagen hier hinaufschicken, warum gibt er Dir da keine Hilfe mit?“ Der Lehrling antwortet: „Der Meister sagte, Junge, fahr mal los, Du find’st unterwegs sicher irgend so’n Dusel, der dir hilft“.

Ha. Ha. Ha.
Oder so.
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Fernsehen vor 39 Jahren

Genau vor 39 Jahren – als das Fernsehprogramm noch übersichtlich war…
0145k

(„Für Dich“, Nr. 40/1977, S. 38 – TV-Programm, Woche vom 10.10. bis 16.10.1977)

Haupt-Katalog 1956

0148ak Die frühe DDR war ein Versandhandelsparadies; dieser Garten- und Planzenkatalog hatte schon 80 eng bedruckte Seiten und eine ziemlich reichhaltige Auswahl.
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Triggerwarnung à la DDR

Streng geheim, TitelDies ist die Geschichte der beiden Gauner Billy und Georgy.
Sie betrogen ihre Mitbürger um enorme Beträge und führten sogar ein ganzes Kriegsministerium an der Nase herum — einschließlich des Herrn Kriegsministers.
Aber Georgy und Billy wurden weder gefaßt noch verurteilt. Obwohl man sie genau kannte.
Hatten sie soviel Glück?Weiterlesen

Das erste Mal zur Wahl

Zeitungsausschnitt 1981Das erste Mal zur Wahl, mit welchen Gedanken?
Junge Zwickauer sind gut vorbereitet auf dieses Ereignis

Mit Vollendung des 18. Lebensjahres, so ist es in unserer Verfassung festgelegt, können Bürger der DDR wählen und gewählt werden. Das entspricht dem Grundsatz, der Jugend volles Vertrauen zu schenken und ihr hohe Verantwortung zu übertragen. 3764 junge Leute unserer Stadt werden am 1. Mai zum ersten Mal zur Wahl gehen. Mit welchen Gedanken sehen sie diesem wichtigen Ereignis in ihrem Leben entgegen? Mitglieder unserer Jugendredaktion fragten 18jährige.

Mario B., Lehrling für Qualitätskontrolle im VEB Sachsenring: Wenn ich am 7. Mai zum ersten Mal zur Wahl gehe, werde ich die Kandidaten der Nationalen Front wählen. Darüber, daß sie die Kandidaten meines Vertrauens sind, konnte ich mich bereits am 6. April auf einem Erstwählerforum Überzeugen. Ich fungiere auch erstmals als Wahlhelfer, und im Gespräch mit den Bürgern nehme ich die Gelegenheit wahr, meinen Standpunkt mit überzeugenden Argumenten zu unterstreichen.

Jens H., Schüler der EOS „Gerhart Hauptmann“: Ich bin an der Politik unseres Staates sehr interessiert. Am 7. Mai kann ich erstmalig die Kandidaten der Nationalen Front wählen. Für mich bedeutet es, daß ich in unserem Staat das Recht habe, mitzubestimmen und mitzugestalten. Mir wird damit die Möglichkeit geschaffen, ein Stück der Verantwortung mitzutragen.

Anett R., Qualitätskontrolleurlehrling mit Abitur: In diesem Jahr werde ich zum ersten Mal an die Wahlurne treten. Ich empfinde das als große Verantwortung, den Kandidaten der Nationalen Front meine Stimme zu geben. Deshalb nahm ich bereits an einem Jungwählerforum teil, wo ich mich an Ort und Stelle über die kommunalpolitische Entwicklung unserer Stadt, über die Ziele und Aufgaben der Kandidaten, ihre verantwortungsvolle Tätigkeit, Rechte und Pflichten informieren konnte. Gut vorbereitet werde ich also am 7. Mai zur Wahl gehen.

Gritt Stäche, Peggy Ziener