Und zum Jahresende: GELD!

Scheckformular, 1939Na ja, nicht ganz. Nur ein Scheck, Und auch nicht ausgefüllt. Hätte aber ein guter Vorsatz werden können…

Commerz- und Privat-Bank
Aktiengesellschaft
Zweigstelle Artern


Bedingungen für den Scheckverkehr

!. Scheckbücher werden bei Beginn des Scheckverkehrs gegen besondere Empfangsbescheinigung ausgehändigt. Weiterhin erfolgt die Aushändigung gegen Empfangsbescheinigung auf dem in jedem Scheckbuch eingehefteten Vordruck. Der Empfänger eines Scheckbuches hat dieses bei Empfang auf Vollständigkeit zu prüfen.
Scheckheft der Commerzbank, 1939, Außenseite2. Die Scheckbücher sind mit besonderer Sorgfalt aufzubewahren. Das Abhandenkommen von Scheckvordrucken oder des Vordruckes der Empfangsbescheinigung ist der kontoführenden Stelle unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Unbrauchbar gewordene Vordrucke sind der kontoführenden Stelle zurüclczuliefern oder ihr mit genauer Nummernangabe zu bezeichnen. Nicht benutzte Vordrucke sind der kontoführenden Stelle auf deren Verlangen jederzeit, bei der Beendigung der Geschäftsverbindung auch unaufgefordert, unverzüglich am Kassenschalter zurückzugeben oder „eingeschrieben“ zurückzusenden.
3. Die Scheckvordrucke sind deutlich und sorgfältig auszufüllen. Der Scheckbetrag ist in Ziffern und Buchstaben so einzurücken, daß nachträglich nichts hinzugeschrieben werden kann.
4. Die Bank ist befugt, aber nicht verpflichtet, die Berechtigung des Einreichers des Schecks oder der Empfangsbescheinigung zu prüfen.
Scheckheft der Commerzbank, 1939, Innentitel5. Als Einlösung durch Verrechnung sieht die Bank auch eine Überweisung auf Reichsbank-Giro-, Postscheck- oder Bankkonto an.
6. Reicht bei Vorlegung eines Schecks das Guthaben zur vollen Einlösung nicht aus, so wird die Bank Teilzahlung nur dann leisten, wenn der Aussteller für den besonderen Fall einen Auftrag dazu erteilt hat.
7. Der Aussteller ist damit einverstanden, daß im Falle der Nichteinlösung von Schecks die Verpflichtung zu seiner Benachrichtigung gemäß Artikel 42 des Scheckgesetzes nicht dem letzten Inhaber des Schecks, sondern der bezogenen Bank obliegen soll.
8. Alle Folgen und Nachteile des Abhandenkommens, der mißbräuchlichen Verwendung, der Fälschung und Verfälschung von Schecks, Scheckvordrucken und des Vordruckes der Empfangsbescheinigung trägt der Kontoinhaber. Die Bank haftet nur für nächgewiesenes Verschulden und nur in dem Maße, als es im Verhältnis zu anderen Ursachen an der Entstehung des Schadens mitgewirkt hat.
Die Bank haftet nicht für Schäden, die durch Störung ihres Betriebes oder durch Verfügungen von hoher Hand des In- oder Auslandes veranlaßt sind. Das gleiche gilt, wenn die Bank aus wichtigen Gründen ihren Geschäftsbetrieb an bestimmten Tagen oder für bestimmte Zeit ganz oder teilweise schließt oder einschränkt.

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